Erftstadts Parteien vor dem Kollaps
Du meine Güte, was ist nur in Erftstadts Parteien los? Einst galt die CDU als uneins, heute ist es die scheinbar einzige, nicht gespaltene Partei. Zumindest öffentlich. So gesehen ist man geneigt den Frauen und Männern um Parteichef Michael Schmalen schon jetzt zum Sieg bei der Kommunalwahl im Mai zu gratulieren.
In der FDP flogen die Fetzen dermaßen, dass die Parteivorsitzende Jüterbock ihre Ämter aufgab. Die Stadtverordneten Pieper und Nowak traten aus der FDP-Ratsfraktion aus und gründeten ihre eigene Fraktion. Die freien bzw. unabhängigen Wähler dürfen sich gute Chancen ausrechnen im Mai neben der CDU große Wahlsieger zu sein.
Bei den Grünen eskalierte der Zwist zwischen Fraktionsvorsitzendem Bitten und Parteivorsitzendem Eckhoff. Die Mitgliederversammlung zur Aufstellung der Kandidaten bzw. der Liste brachte immense Unstimmigkeiten bei den Grünen ans Licht, in den letzten Tagen schlug Bitten dann via Presse auf Eckhoff und dessen Unterstützer ein. Tja, auch die Grünen sind schon lange eine richtige Partei.
Bei "meiner" SPD ist bereits seit langem "Druck im Kessel". Nachdem Teile des Vorstandes lange Zeit an mir ihre Machtspielchen ausübten, trifft es nun scheinbar die oder den nächsten. Als ob die Berichterstattung in den Medien über meinen Abgang und damit verbundenen Wegzug nach Weilerswist nicht schon genug Unruhe gestiftet hätte. Mit wenig positiver Ausstrahlung auf potentielle Wähler im Mai schreitet man nicht mehr Seit` an Seit`, sondern geht mehr und mehr auf einzele Protagonisten los.
Mir steht es nicht zu die Auseinandersetzungen bei der FDP oder den Grünen detailliert zu kommentieren. Ich habe hierfür letztlich zu wenig Wissen über einzelne Diskussionen und einzelne Gespräche der Streithähne und einzelnen Gremien. Wohl aber habe ich jedoch den starken Eindruck, dass es hier einerseits zwar um Machtspiele geht, andererseits aber die Ausgangslagen in den Parteien gänzlich unterschiedlich sind.
Sehr speziell präsentiert sich Erftstadts SPD. Mehr als zwei Jahre machten z. B. Teile des Vorstandes mir das Leben schwer. So wurde unter anderem von einem meiner Vorstandsmitglieder an ein Mitglied einer anderen Partei klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man mich als Problem ansehe und man hierbei gerade die ersten Schritte täte. Dabei fiel auch der Begriff "Revolution".
Heute bin ich nicht mehr Vorsitzender, nicht mehr aktiv und siehe da: die Probleme sind wahrlich nicht kleiner geworden. Ganz so schlecht kann ich also als Vorsitzender acht Jahre lang nicht agiert haben.
Der aktuelle Vorsitzende und angesehene stellv. Bürgermeister denkt offen über seinen Rücktritt nach. Letztlich ganz offenbar, weil nun die gleichen Kreise, die mich einst versuchten zu demontieren auch ihm gegenüber Misstrauen äußern, stur ihren eigenen, sehr speziellen Weg gehen wollen.
Der aktuelle Vorsitzende und angesehene stellv. Bürgermeister denkt offen über seinen Rücktritt nach. Letztlich ganz offenbar, weil nun die gleichen Kreise, die mich einst versuchten zu demontieren auch ihm gegenüber Misstrauen äußern, stur ihren eigenen, sehr speziellen Weg gehen wollen.
Die Situation in der SPD steht Spitz` auf Knopf. Die Partei steht vor dem Kollaps. Und das ohne jede inhaltliche (!) Auseinandersetzung, denn hierzu scheinen einige Akteuere gar nicht in der Lage. Drei Monate vor der Wahl. So manch` Handelnder ist bis zum heutigen Tage den Beweis schuldig geblieben, dass er neben Kritik an den Spitzen von Partei und Fraktion selber inhaltlich und konzeptionell arbeiten kann.
Prost, Mahlzeit und Erfstadt Alaaf.
Uwe Wegner
(Uwinho)
(Uwinho)
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