Die Deutsche Bahn – Immer ein Grund zum Nörgeln
Wow, das war ja gestern ein Auftakt nach Maß für meinen Blog. Erstaunlich viele haben gestern meinen ersten Beitrag gelesen. Ich möchte mich jedenfalls schon jetzt ganz herzlich bedanken. Besonders für diverse aufmunternde Worte, die mich in meinem Vorhaben weiter ermutigen.
Mein heutiges Thema: die Deutsche Bahn. „Nein, bitte, nicht schon wieder“, ist der geneigte Leser animiert zu denken. Aber nein, keine neue Story über überfüllte Züge (auch Blech-büchsen genannt) und nicht funktionierende Klimaanlagen (sind die eigentlich wirklich jemals eingebaut worden?). Jede und jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungsberichte zur Deutschen Bahn und kann diese zum Besten geben. Viele können von Ausfällen bei der Bahn reden, zum Teil sogar von Ausfällen bei Zügen.
Ich bin da keine Ausnahme. Ja, auch ich bin ein DB-Dauer-Querulant. Neu ist für mich aber die gestrige Erfahrung, dass die Kunden nun schon meckern, wenn die Deutsche gerade DAS tut, was wir Dauernörgler doch immer wollen: sanieren und erneuern.
Alleine schon die schlichte Ankündigung, dass es zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr kommen kann, weil Gleise und Weichen auf der Kölner Hohenzollernbrücke nächsten Monat saniert werden, reicht aus um Wellen der Empörung auszulösen, massenweise Schweißperlen und Stresspickel bei unzähligen Menschen zu erzeugen. „Wie soll ich nun nur zur Arbeit kommen, wenn mein Zug nicht wie gewohnt fährt?“ Ich kann das nur zum Teil nachvollziehen. Ich meine, wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Und was ist schon so dramatisch, wenn wir wegen der DB mal ein, zwei oder gar drei Stunden zu spät zur Arbeit kommen? Tun wir das nicht auch jetzt schon immer mal wieder? Immerhin können wir dann wenigstens mit stolzgeschwellter Brust unseren Kollegen endlich einmal eine plausible Erklärung für unsere Verspätung präsentieren.
Wie aber würden genau diese Kritiker schimpfen, wenn die Gleise nicht saniert würden? Wären sie dann zufrieden? Aber warum unterstelle ich eigentlich Unzufriedenheit über die Gesamtsituation? Das ist doch sehr gewagt. Könnte es nicht sein, dass manche Mitmenschen einfach immer und überall einen Anlass zum Meckern suchen und finden? Dass sie erst dann befriedigt sind, wenn sie ihren Finger in eine Wunde legen und ordentlich „los-mopppern“ können? Am Ende geht aber meist doch alles gut. Am Ende war es dann doch nicht so schlimm wie befürchtet. Aber das haben wir ja auch immer schon gewusst. Wir wollten ja nur mal eben darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht ganz richtig laufen könnte. Wollten mit unserem Nörgeln ja nur mal kurz sensibilisieren.
Ja, das ist eine böse Mutmaßung von mir, aber es kommt mir manchmal eben so vor: Nörgeln um des Nörgelns Willen, die Meckerei als Opium fürs Volk.
Ich jedenfalls werde daran denken, wenn ich das nächste Mal im Stadion bin. Erst im Dezember forderte ich beim FC die Auswechslung von Patrick Helmes. Der war ja schließlich mal bei diesem Verein aus „Mülheim-Nord“, wie mein Kumpel Alex so schön sagt. Als Antwort auf meine Forderung nach der Auswechslung erzielte Helmes dann ein Tor, das später als „Tor des Monats“ prämiert wurde, das 1:0 für meinen FC.
"Klar, das habe ich doch immer schon gewusst und geahnt. Ich wollte ihn ja nur etwas kitzeln, meinen„Fußballgott."
Getreu den Werbeslogan eines Getränkeherstellers: „Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“
"Klar, das habe ich doch immer schon gewusst und geahnt. Ich wollte ihn ja nur etwas kitzeln, meinen„Fußballgott."
Getreu den Werbeslogan eines Getränkeherstellers: „Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“
In diesem Sinne beste Grüße,
Uwe Wegner
(Uwinho)
Uwe Wegner
(Uwinho)
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