Aufgepasst vor Schaumschlägern
Ich habe angekündigt, mich im nächsten Blog-Beitrag um meine neue Heimatgemeinde Weilerswist und den dortigen Wahlkampf, dem Getöse dort zu beschäftigen. Dies will ich nun tun.
In Weilerswist erlebe ich ein ähnliches Phänomen wie in Erftstadt, aber das Prinzip ist das Gleiche: viel Wirbel um nichts und reichlich Nebelkerzen. Da streitet man sich doch ernsthaft über eine zweite Zufahrt zum Neubaugebiet Weilerswist-Süd. Wie in einem Sandkasten lese ich von CDU und FDP-Mitgliedern, die ihre „Förmchen“ lautstark verteidigen. „Ich habe bereits in meinem Antrag vom … gefordert…“, „Ich habe bereits Gespräche geführt mit. …“ „Ich stehe im Kontakt zu…“, „Mein Antrag vom … wurde aber abgelehnt.“; Ach du meine Güte ….
Fakt ist unter anderem, dass CDU und FDP in Weilerswist eine Mehrheit im Rat haben. Was die Qualität und Ernsthaftigkeit bzw. Seriosität von Anträgen entspricht, die dann wohl keine Mehrheit im eigenen „Bündnis-Lager“ erreicht haben müssen (sonst wäre ja etwas auf den Weg gebracht worden), möge bitte jede/r selber beurteilen.
Aber als Wähler sage ich auch: es ist mir ehrlich gesagt egal, wer wann, wo, mit wem, worüber geredet hat. Mir geht es um das JETZT und das ZUKÜNFTIG. Da lese und erfahre ich dann eher wenig greifbares.
Für meinen Geschmack wirbeln CDU- und FDP-Politiker im luftleeren Raum, die Grünen sind gar nicht wahrnehmbar. Einzig der Fraktionsvorsitzende der SPD, Andreas Schulte, scheint mir jemand zu sein, der die Diskussionen derzeit zu versachlichen versucht. Respekt dafür.
Da wird vielfach bei CDU- und FDP-Männern dann bei Problemen geschickt mit „könnte“ argumentiert oder weitere Gespräche in Aussicht gestellt. So las ich zuletzt so etwas wie, „es könne zu Geschwindigkeitskontrollen in der Straße XY kommen“. Klar. Sehe ich auch so. "Es könnte aber auch zu eben keinen Kontrollen kommen", denke ich mir dann im nächsten Schritt. Es könnte übrigens auch zu einer Überflutung der Erft oder der Swist kommen. Immerhin, man darf ja nicht vergessen, schon im Alten Testament wurde einmal von einer Arche berichtet. Damit schließt sich dann der Kreis. Aus „Wie ich schon am …. thematisiert habe, könnte es zu Kontrollen kommen“ wird dann „Wie schon damals von der Arche berichtet, könnte nun die Swist über die Ufer treten“. Das ist Langeweile-Politik die mich ehrlich gesagt abnervt.
Ich möchte keine Worthülsen, ich will keine Floskeln, ich will klar wissen, was Sache ist. Auch wenn mir die Wahrheit vielleicht nicht gefällt. Ich halte mich für einen mündigen Bürger, ich will Ernst genommen werden, ich will mir nichts vorgaukeln lassen. Schon gar nicht von „Mister-Wichtig“-Personen die sich versuchen in den Vordergrund zu drängen.
Um es klar zu sagen: gegen eine zweite Zufahrt zum Neubaugebiet Weilerswist-Süd habe ich nichts. Aber man sollte bitte die Kirche im Dorf lassen. Überlegungen gibt es wohl, aber die Finanzierung ist meiner Einschätzung nach derzeit schlichtweg mehr als unwahrscheinlich. Insoweit ist die Planung sicher sinnvoll, aber die aktuell laufende Phantomdebatte und Hysterie, die gemacht wird halte ich schlicht für völlig daneben. Planungen darf es geben, Geld von Bund und Land gibt es derzeit aber nicht zusätzlich. Weilerswist als Gemeinde ist quasi „blank“. Perspektivisch ist diese weitere Zufahrt sicher sinnvoll, aber aktuell und derzeit geht es meiner eigenen Erfahrung nach auch noch eine Weile ohne weitere Zufahrt.
Mittlerweile habe ich etwas mehr Durchblick, was die Sachlage der Beschlüsse und politischen Auffassungen betrifft und stelle für mich fest: es wird auch hier wieder mal ganz kräftig auf die Pauke gehauen. Ernsthafte umsetzbare, praktikable Finanzierungsvorschläge werden nicht vorgetragen, von jenen die sich so sehr stark machen für eine solche Zufahrt und eine Osttangente (auch um andere Gebiete zu entlasten). Achtung: in Weilerswist sind Schaumschläger unterwegs! T DAS ist leider alles, was mir derzeit zu solchen politischen Manövern infällt. Konkret auf die realistische Machbarkeit hingewiesen wird man sogar abgekanzelt: die Diskussion mit mir darüber dann schlichtweg für beendet erklärt, denn ich würde es mir mit dem Verweis auf notwendige Finanzmittel zu leicht machen. Nun gut, kräftig auf die Pauke hauen ist meiner Erachtens noch einfacher, als finanzierbare und praktikable Wege aufzuzeigen und zu erarbeiten und in eine inhaltliche Diskussion einzusteigen. Zumindest bis zum nächsten Wahltermin …..
Grüße,
Uwe Wegner
(Uwinho)
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